001 Piratenjagd

Teilnehmer:

Wir trafen uns im Besprechungszimmer, machten uns miteinander bekannt und fassten kurz unsere über die letzten Wochen individuell gesammelten Informationen zusammen.

Wir wussten, dass der Unterschlupf der Piraten südlich von Madara in einer Entfernung von bis zu einer Woche Reise lag. Außerdem konnten wir zwei Drakonier ausmachen, die wir als Kontaktpersonen der Piraten verdächtigen.

Gorshaxan Treufinger aus dem Feuerhaus (bronzener Drakonier mittleren Alters), ein Verwaltungsbeamter des Hafens der bereits früher mit der Unterwelt Geschäfte gemacht hat, aber in letzter Zeit scheinbar keinen Bedarf mehr an solchen Zusatzeinkommen hat.
Sowie:
Handelsführer Balokas Wellenreiter aus dem Lufthaus (junger silberner Drakonier), dem eine Reederei direkt hier im Hafen gehört. Er hat in letzter Zeit recht günstig einige sehr teure Handelswaren erworben und weiterverkauft.

Treufinger wird als pflichtbewusst, unbestechlich und unkorrumpierbar beschrieben, doch scheint er geheime Geschäfte zu führen. Nach einer Beschattung ließ er von einem Erdgenasi Jungen einen Brief in ein dubioses Haus im Narrenglück liefern. In diesem ärmlichen, alten Gebäude fanden wir keine Bewohner, jedoch Vorrichtungen zur Befestigung von Nachrichten an Botenvögeln, konnten dem aber nicht weiter nachgehen.

Über Vashax, einem Feuergenasi, hochgestellten Schreiber und langjährigen Arbeitspartner von Wellenreiter, fanden wir heraus, dass die Reederei von einem Wassergenasi namens Grasim nächtliche Lieferungen aus Tashi, einem kleinen Fischerdorf etwa drei Tagesreisen südlich von Madara, erhält. Wir machten uns also zu Pferde auf den Weg dorthin.

Das Dorf Tashi ist von Klippen umgeben und etwa eine Wegstunde von der Hauptstraße entlang des Trokkans entfernt. An den südlichen Klippen fanden wir einen mit einem versteckten Seil gesicherten Kletterpfad, der in eine Höhle zu führen schien. Wir suchten nachts Grasim auf, verhörten ihn und gelangten so an die Informationen über eine verborgene Grotte, die über den Fluss, oder den Kletterpfad erreichbar ist und als Versteck der Piraten dient. Grasim selbst brachte lediglich die Ware von dem Piratenversteck zu Schiffen der Reederei und wurde aufgrund seiner Kooperation im Laufe der Operation und der Tatsache, dass er und seine Familie vermutlich von den Piraten bedroht worden waren, später von uns freigelassen.

Wir machten uns über den Klettersteig in der Nacht auf in die Grotte, wo wir zuerst die Bestien der Piraten töteten. Vier Schnecken mit jeweils fünf Flegeln am Kopf, die aus ihrem Schneckenhaus Stachel schießen konnten, die paralysierende Effekte haben. Sie schliefen im Sand eingegraben, waren recht schwierig zu entdecken und fühlten offensichtlich Vibrationen im Boden.
Wir drangen dann weiter in die Höhle der Piraten ein. Leider konnte ein Wächter Alarm schlagen und es kam zum offenen Kampf. Am Ende töteten wir ihre Anführerin, eine gutaussehende Säbelkämpferin aus Quas-Ellin, die sich “Kashami Bint Rahiri” nannte, ihre drei Magiewirker und alle bis auf zwei Handlanger nach einem harten Kampf. Aus den beiden bekamen wir nicht allzu viel heraus: sie waren eine Söldnerkompanie mit dem Namen Seeklauen und waren vor etwa fünf Monaten angeheuert worden.

Anschließend untersuchten wir das Versteck gründlich und nahmen ihre Beute unter Beschlag. Dabei fanden wir vor allem eine Kiste mit folgendem Brief als Inhalt:

„Bisher habt ihr gute Arbeit geleistet Seeklauen.
Wir erkennen eure formidable Leistung an und senden euch die versprochene Bezahlung. Nach momentanem Stand der Dinge werdet ihr noch weitere zwei bis drei Monate benötigt.
Es ist jedoch notwendig die Sache ein wenig mehr anzuheizen – wir erwarten die Versenkung von einem Schiff pro Woche.
Solltet ihr diesen Anforderungen gerecht werden brecht euer Lager nach drei Monaten ab und holt euch das Doppelte der vereinbarten Summe bei dem Kontaktmann in Prashon ab. Danach trennen sich unsere Wege!“
Gezeichnet, Viper

Neben dieser Kiste fanden wir auch Uniformen von tessarischen Soldaten. Nachdem wir die für uns nicht relevante Beute der Piraten sowie die beiden Gefangenen den Behörden übergeben haben, machten wir uns auf den Weg zurück nach Madara.

Gezeichnet,
Aeris Galastacia

Anmerkung von Kranos Ibn Rahim:

“Es ist für mich offensichtlich, dass es eine Macht gibt, die versucht, Tessara und Galshan gegeneinander aufzubringen. Sollte jemand Kontakte haben, die in Prashon Nachforschungen anstellen können, oder es selbst tun wollen, bitte ich, sich vorher mit mir in Verbindung zu setzen, dies zum beiderseitigen Austausch von Ideen. Selbiges gilt, falls ihr im Zuge anderer Erledigungen auf den Decknamen “Viper” kommt oder auf jemanden stößt, der ähnliche Pläne der Chaosstiftung verfolgt.
Die Sache sollte meiner Meinung nach mit einer gewissen Dringlichkeit behandelt werden. Meine Kameraden und ich werden weiteren Spuren in Madara nachgehen, wobei wir durchaus ebenfalls Hilfe gebrauchen können. Ich bitte auch hier darum,nicht ohne Vorwarnung an uns auf Meister Balokas oder Gorshaxan bzw. ihre Angestellten zuzugehen, da wir uns sonst gegenseitig im Weg stehen könnten.”

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