003 Der Wahnsinn der Neuen Ordnung

Teilnehmer:

Am frühen Vormittag kamen trafen wir in Trettin ein und suchten Ranthoris Moorzunge aus dem Erdhaus. Sie war sichtlich besorgt um ihren Sohn und bot uns ihre uneingeschränkte Unterstützung an. Es gab keine neuen Fälle von Polychromie, aber das Dorf war weiterhin in Alarmbereitschaft. Wir erfuhren außerdem, dass Krollak Säurezunge, Vater von Surgin Ätzschuppe, eine Woche nach der Verbannung des Häretikers in der Nähe des östlichsten Flackererzlagers verschwand.

Nachdem wir Rondri, dem schmierigen Sprecher des Flackererzkonsortiums, eine Karte der umgebenden Sümpfe abringen konnten, heuerten wir noch 2 seiner Söldner an uns auf unseren Treck in die östlichen Sümpfe, wo die Quelle der Polychromie vermutet wurde, zu begleiten und brachen gen Osten auf. Dank Meister Kameos‚ magischer Brille konnten wir die Spuren des geflohenen Polychromen ausmachen und ihnen gen Osten folgen.

Die Spuren führten uns durch das östlichste der Schürflager noch weiter gen Osten in den Nebel. Die Reise durch den Sumpf war beschwerlich und nach einem Zwischenfall mit einigen Sumpfmaden infizierte sich Bruder Nogai mit Ringelwurmbrechen. Da der Sumpf jedoch kein Ort zum Rasten war, gingen wir weiter gen Osten, den Spuren folgend, bis wir am Ende des 3ten Tages einen Turm mit zwei Annexen auf einer Erhöhung im Sumpf fanden. Dies schienen die Überreste einer ehemaligen Schule der schönen Künste zu sein, die vor Jahrhunderten im sich ausbreitenden Sumpf verschwand. Das Tor hinein war magisch gesichert. Ein magischer Mund fragte: „Mein innlichster Wunsch, den kannst du nicht vergessen, du Narr!“ und nur die Losung „Neue Ordnung“ vermochte sie zu öffnen.

Im Turm selbst fanden wir unterschiedlichste Kreaturen. Zwei Boggle1 wurden anscheinend gezwungen sich um einen Nachtmahr2 zu kümmern. Im Untergeschoss waren außerdem einige Xvarts, die ihrem Meister treu ergeben waren. Hinter einer versteckten Tür, deren Säurefalle das Leben der beiden Söldner forderte, befand sich außerdem eine Kreatur, die ich der Familie der Beobachter zuordnen würde. Sie schien einen Gang zu bewachen, der in einem weiteren Raum endete. Da die Kreatur uns jedoch nicht zu verfolgen schien, verschlossen wir die Tür und beschlossen, sie nicht zu bekämpfen, vor allem da Nogais Krankheit sich stetig verschlimmerte.

Wir mussten uns kurz in die oberen Räume zurückziehen um unsere Kräfte zu sammeln. Während dieser Zeit wurde der Polychrome gen Norden geschickt, wo laut der Aussage eines der Xvarts sich die Infizierten sammeln würden und bereits dutzende für einen unbekannten Zweck bereitstehen sollen.

Hinter einem Bannkreis, der offensichtlich seine beschworenen Monster am Eintreten hindern sollte, fanden wir einen prunkvollen Gang, der uns zu dem Erschaffer der Krankheit führte. Ein scheinbar weißer Drakonier, den wir später als Thergorix Sandzahn identifizieren konnten, lauerte uns mit einem beschworenen Luftelementardiener auf. Im heftigen Kampf, der darauf folgte, zahlte unser tapferer Bruder Aeris den ultimativen Preis um diesen Wahnsinnigen zu stoppen. Noch im Tod gab jener weiteren Unsinn von sich und behauptete Dinge, wie dass „die Neue Ordnung nötig sei für den Fortschritt Galshans!“

Die Hallen der Neuen Ordnung, wie Thergorix diesen Ort nannte, waren der Ursprung der Seuche. Durch seine magische Fähigkeiten war es ihm gelungen die zwei Krankheiten zu fusionieren und an seinen Opfern, die wir nur noch tot bergen konnten, zu testen. Wir fanden außerdem Überreste von Ratten und Insekten, die er anscheinend zu Überträgern der Krankheit herangezüchtet hatte, und konnten diese sicherstellen und vernichten. Doch die beunruhigendste Entdeckung war am Körper des Magiers selbst. Er selbst war auch mit Polychromie infiziert, doch nur vom Hals abwärts. Sein Kopf und Halsbereich zeigten nicht eines der üblichen Symptome.

Nach den Strapazen des Kampfes verschlimmerte sich Nogais Krankheit. Daher verbrachten wir eine Woche in den Hallen der neuen Ordnung, bis ihn Bettwärme und eine selbstgemachte Kräutermedizin auskurierten. Im Labor von Thergorix entdeckten wir einen länglichen Kristall, der anscheinend für Langstreckenkommunikation verwendet wurde. Eine weibliche Stimme meldete sich eines Nachts telepathisch um nach dem Fortschritt zu fragen. Nachdem die Stimmer jedoch erkannte, dass nicht mehr Thergorix den Kristall besaß, detonierte sie den Kristall aus der Ferne und er desintegrierte sich innerhalb von Augenblicken.

Nachdem wir Aeris schweren Herzens feuerbestatteten, nahmen wir alle Forschungsunterlagen mit und machten uns auf dem Rückweg nach Madara.

Alle, die Bruder Aeris noch die letzte Ehre erweisen wollen, mögen sich bitte an Bruder Nogai wenden. Er verwahrt seine Asche bis sie an den Clan des Reißenden Windes überstellt werden kann.

Mögen die Sechs sich seiner annehmen.
GEZ: Bruder Sanev Bextley

*Angehängt auf einem kleinen Pergament finden sich Beschreibungen der Kreaturen inklusive Skizzen.*

Boggle; kleine, pechschwarze Feenkreaturen mit gelben Augen. Nicht von Grund auf böse, nur schelmisch. Sondern über Haut Sekrete ab, die entweder äußerst klebrig oder rutschig sind. Können kleinere Portale in ihrer Nähe öffnen. Mussten als Nachtmahrbetreuer arbeiten.

Nachtmahr; infernalisches, fleischfressendes Ross, zerstob im Tod zu Rauch und ließ einen rubinartigen Edelstein zurück. „Neue Ordnung“ scheint gewillt zu sein Höllenkreaturen zu beschwören.

Xvart; bösartige, kleine, blaue Feenwesen aus der Schattenwelt. Sadistisch und Thergorix ergeben.

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