006 Rumoren in den Tiefen Wegen

Teilnehmer:

Nach 2 Wochen Reise entlang des Trokkan kamen wir in Breitfluss, einer kleinen Hirtengemeinde auf der tessischen Seite des Flusses, an. Unser Kontakt, ein Schatten namens Gerwin Hollheim, fand auf der Suche nach verschwundenen Schafen eine Höhle in der Nähe einer Au im Nordwesten und erhaschte einen kurzen Blick auf den Riesenfresser, bevor er sich zurückzog und Verstärkung rief.

Seiner Beschreibung folgend fanden wir die Höhle und, nach einem fruchtlosen Versuch die Kreatur an die Oberfläche zu locken, stiegen wir hinab, begleitet von einem Rinnsal aus Wasser. Wir fanden eine Kaverne, deren leicht gefluteter Boden komplett von Moos bedeckt war. Im Moos selbst waren Pilzkulturen und unbekannte parasitäre Pflanzen, mit gnomförmigen Auswüchsen. Während wir uns den Pflanzen widmeten, griff uns der Riesenfresser gemeinsam mit den Moosgnomen an.

Mit seinem Blick konnte der Kreatur irgendwie die Substanz anderer verändern, wie Bruder Montigus schmerzlich feststellen musste als ihm ähnliche Missbildungen wie dem Riesen wuchsen. Selbst nachdem der Riese gefallen war, griff uns das Moos weiter an. Es schien jedoch Feuer zu fürchten. Wir konnten uns im Schutz von Bruder Surtrs Flammenwand zurückziehen und einen Damm an der Oberfläche bauen.

Nach 2 Tagen ließ Montys Verwandlung, die sich jeder Heilungsmagie entzog, jedoch überraschend nach und wir beschlossen die Tiefen Wege weiter zu erkunden. Im Moos selber, das nicht mehr angriff und an dem Rand der Kaverne blieb, fanden wir einige seltene Pilze. Im Lager der Kreatur fanden wir einige Münzen und eine Statuette, die eine Zwergenfamilie darstellt. Am anderen Ende der Mooskaverne befand sich ein weiterer Durchgang, dem wir in die Tiefe folgten. Hier stießen wir auf gehauenen Stein und die Überreste des Wohnbereichs des Tiefenzwergvorpostens Hazod’Kharun. Die Häuser schienen geordnet verlassen worden zu sein und waren größenteils leer. Wir fanden jedoch eine Steintafel mit einer kryptischen Warnung (siehe Anhang), in der ein Orden aus Platin, mit einem Hammer und einem Frillhuscher als Wappen eingestanzt, versteckt war.

Ein Tunnel führte uns ins Herz des Vorpostens, einer großen Plaza mit einem Becken in der Mitte, über dem von der Decke aus ein Stalaktit das Becken mit Wasser versorgte. Am anderen Ende der Plaza stsnd ein großes Gebäude, das einst der Postenvorstand war. Jeweils links und rechts vom Gebäude verliefen zwei Wege hinter das Gebäude. Mittig links und rechts verlaufen ebenfalls 2 Wege.

Im Postenvorstand fanden wir einen Versammlungsraum mit vielen Bänken und Steinregalen voller Platten. Die wichtigsten Daten jedoch wurden von einem als Stele getarnten Erdelementar bewacht. Es war den Umständen entsprechend friedlich, ließ jedoch nur „Freunde“ und Zwerge mit dem Platinorden seinen Teil des Archivs betreten. „Schöne Steine“, wie Flackererz, können seine Freundschaft kaufen. Aus den Archiven und den Antworten des Elementars konnten wir folgende Erkenntnisse gewinnen:

  • Hazod’Kharun beheimatete einst ~150 Tiefenzwerge, die Gorminipilze (und deren Extrakt), sowie Frillhuscherpelze exportierten
  • Die Produktion und Einwohnerzahl ging zurück bis der Vorposten vor 2 Jahren aufgegeben wurde
  • Vor weniger als einem Monat waren bereits weniger als 10 Zwerge hier
  • Die nächstliegende Stadt ist Varrag-Arushat

Der östliche Gang führte uns zum Handwerkerviertel, wo einst Felle präpariert und Gorminipilzextrakt hergestellt wurde. In einem der Produktionsgebäude fanden wir ein verschlossenes Kabinett mit den beiden Produktionsmethoden.

Der westliche Gang führte vorbei an den ehemaligen Pilzfeldern des Vorpostens, wurde jedoch durch eine beschworene Steinwand blockiert. An der Seite fanden wir das ehemalige Frillhuschergehege. Als Bruder Nogai dieses untersuchte, stürzten sich jedoch 4 stark mutierte Frillhuscher auf ihn. Wir konnten diese zurückschlagen, doch die Überlebenden flohen zurück in das Netz aus Tunneln über der Kammer. Daher beschlossen wir den Zugang zum Gehege einzureißen und diese damit einzusperren.

Die letzten beiden Wege liefen hinter dem Vorposten wieder zusammen und schienen der Anschluss an die Tiefen Wege zu sein. Am Ende des Tunnels entdeckten wir einen Umschlagplatz an dem gerade vier Gnome an einem Lagerfeuer campierten. Der restliche Tunnel wird von der selben beschworenen Steinbarrikade wie auch der westliche Gang blockiert.

Die Gnome entpuppten sich als Blutjäger, die gerade 3 Oberflächenzwerge getötet hatten. Sie waren von Anfang an feindselig und als Bruder Montigus sich zu erkennen gab um die Situation zu deeskalieren, schlugen sie uns einen Deal vor. Wir dürften gehen, wenn Bruder Montigus sich seine rechte Hand abhackt. Anscheinend hatte jemand ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt und sie wollten auf diese Art und Weise Geld verdienen.

Wir gingen nicht auf dieses Angebot ein und es kam zum Kampf. Wie aus dem Nichts erschien ein fünfter Gnom namens Saldri Laurark, ein Magier und deren Anführer, der über mächtige Mental- und Blutmagie verfügte. Wir konnten die Blutjäger überwältigen und sogar eine von ihnen gefangen nehmen, der Magier entkam jedoch durch ein Portal. Doch auch wir zahlten einen hohen Blutzoll. Bruder Kemuel fiel im Kampf.

Wir versorgten unsere Wunden, reinigten Kemuels Leichnam und machten uns anschließend an das Verhör. Die Felsgnomin, genannt Thelma, sagte, dass es ihre Mission war, den neuen Zugang zu den Tiefen Wegen zu untersuchen. Der eigentliche Drahtzieher war jedoch der Magier. Mehr konnten wir nicht aus ihr herausbekommen, bevor sich ihre Haut schwarz verfärbte, sie aus allen Körperöffnungen stark blutete und qualvoll innerhalb weniger Sekunden starb.

Wir verließen die Tiefen Wege und bestatteten die toten Zwerge. Wir ließen außerdem einen kleinen Rinnsal wieder in die Mooskaverne fließen, damit die seltenen Pilze dort nicht absterben. Gemeinsam mit dem Schatten Gerwin überstellten wir Kemuels sterbliche Überreste nach Madara und kehrten zurück.

Alle, die Bruder Kemuel noch die letzte Ehre erweisen wollen, mögen sich bitte an Jessolin wenden. Kemuel liegt in der Akademie aufgebahrt, bis er an seine Familie überstellt werden kann.

Mögen die Sechs sich seiner Seele annehmen.

GEZ: Bruder Sanev Bextley

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