007 Viper und das Schlangennest

Ein mutmaßlicher Agent der „Dreizehn Dolche“, mit dem Decknamen „Viper“, soll sich in Prashon aufhalten. Es soll herausgefunden werden was er weiß um möglichst bald in das Schlangennest vorzudringen und es auszuheben.

Teilnehmer:

Nach kurzer Beratschlagung im Besprechungszimmer beschlossen wir per Kutsche und Pferd anzureisen. Die Reise dauerte etwa drei Tage und Arcturus verließ uns am zweiten Tage um etwas später, getrennt vom Rest, in Prashon einzureisen. Wir wurden am Gasthof zur Erde abgesetzt, wo wir auch die Schatten treffen sollten, und quartierten uns dort ein. Bei einem Kartenspiel Namens Dreizehn Sterne traten die Schatten mit uns in Kontakt und wir verabredeten uns an einem ruhigeren Ort, um geschäftliche Dinge zu besprechen, und trafen uns kurze Zeit später, gegenüber dem Gasthof zur Erde, der an dem Platz mit dem sogenannten Elementbrunnen liegt, im Gasthof der dem Element Luft zugeordnet war (war anscheinend ein Genasibordell). Drego, ein Feuergenasi, und Ragus, ein vierschrötiger Mensch mit einer mächtigen Keule am Gürtel, erzählten uns, dass sie eine auffällige, nicht ganz legale Lieferung von Wachdrachen (Pony-große, Echsen-artige Wachhunde) verfolgt hatten und sich sehr sicher waren, den Aufenthaltsort der gesuchte Person ausfindig gemacht zu haben. Die „Viper“ solle sich in einem schwer zugänglichen, gut gesicherten Gebäude am Platz des Götterbrunnens befinden (im betuchten Viertel der Stadt). Es gäbe auch noch eine Kanalisation; Drego und Ragus meinten, dass es wahrscheinlich einen Zugang gibt, fanden ihn selbst aber nicht.

Am nächsten Tag kundschafteten wir selbst das besagte Haus aus und konnten die Aussagen der Schatten bestätigen; zusätzlich fanden wir heraus, dass das Haus auch magisch gegen Spionage gesichert wurde.

Arcturus erschien ebenfalls an diesem Tag und seine Ankunft verbreitete sich, seines Ranges gerecht, sehr schnell in der Stadt, wie wir später von den Schatten erfuhren. Er quartierte sich im Gasthaus zum Feuer ein, das ebenfalls am Elementbrunnen zu finden war, welches aber das teuerste zu sein schien. Er beanspruchte für sich das ganze oberste Stockwerk des Gasthofes und schickte nach uns, die wir im Gasthof zur Erde nächtigten und betitelte uns als seine Diener. Leider wurden wir restlichen vier, neben dem roten Draktonier, dadurch auch schnell das Gespräch der Stadt.

Am Abend, während Arcturus im Gasthof blieb um eine ablenkende Feier zu veranstalten, zeigte uns Drego den Eingang zu Kanalisation und wir entdeckten nach einiger Zeit, eine, hinter einer Illusion versteckte, schwere Holztür die magisch gesichert worden war. Durch unseren nun doch nicht mehr so unauffälligen Aufenthalt in Prashon etwas gehetzt, entschlossen wir uns noch an diesem Abend in das Haus vorzudringen. Sanev eilte um Arcturus Bescheid zu geben, dass er sich mit den Schatten, versteckt, am Vordereingang des Hauses aufhalten und auf Nogais Zeichen (einem Hornstoß den nur Arcturus in seinem Kopf hören könne) warten solle.

Mit Sanevs Rückkehr begannen wir uns Zutritt zu verschaffen. Die Türe wurde von mir geknackt, aber leider konnten wir den magischen Schutz nicht entfernen oder unschädlich machen und lösten offensichtlich eine Art Alarm aus als wir eintraten. Etwas paranoid und Fallen suchend, brauchten wir zu lange um die nächste Tür zu öffnen, denn als wir die Tür aufbrachen, war die Opposition schon vorbereitet. Ich stürzte als erstes mit einem Brecheisen bewaffnet in den Raum und wurde von zwei Wachdrachen, einem Armbrust-, einem Bogenschützen und einem Magier begrüßt. Schwer verwundet stolperte ich nach hinten und Nogai übernahm die Front. Durch Sanevs massive akustische Explosion, die einen der Wachdrachen tötete, wurde Arcturus am Platz oben gewarnt und versuchte sich daraufhin Zutritt durch die Vordertür zu verschaffen. Zuvor konnte er noch einen Erdgenasi befragen, der zum Auskundschaften vor die Tür geschickt worden war und später mit gebrochenem Genick in einer Seitengasse von ihm zurück gelassen wurde.

Durch unglückliche Begebenheiten ist in weiterer Folge Nogai bewusstlos zu Boden gegangen und wurde von einem Luftgenasi mit einem Auge aus schwarzem kantigen Stein als Geisel genommen. Sanev musste den Unsichtbarkeitszauber, der auf mir lag, schließlich fallen lassen, da er durch einen mächtigen Feuerball des Magiers in seiner Konzentration gestört worden war und somit verloren wir nach und nach unsere Optionen. Schließlich konnte ich dem Zauberer noch schwer zusetzten und ein weiterer Widersacher wurde offenbart als er seine Unsichtbarkeit verlor. Der Magier konnte sich noch an mir rächen und ich ging bewusstlos zu Boden. Später erzählten mir Yolanthe und Sanev, dass die Meute mit dem Messer an Nogais Kehle in den Tunnel verschwanden, darunter der besagte Luftgenasi mit dem schwarzem Steinauge, ein humanoide Gestalt mit Säbel und Bogen, ein leicht gepanzerter Elf mit kurzem Speer, ein gut gekleideter, fetter Zwerg und ein menschlicher Magier. Der Magier schien, auf den Befehl des Zwerges hin, den Großteil der ebenfalls durch die Kanalisation flüchten wollenden Genasischläger mit einem Schlag durch einen Eissturm zu töten. Nogai ließen sie nicht ganz unversehrt bei uns zurück, als sie sich in Sicherheit wägten. Der Elf entfernte Nogai nämlich den Haarschopf bevor er verschwand.

Arcturus hingegen, erzählte mir, er sei von oben durch die Haupttür eingedrungen, habe sich vor einer großen Anzahl an Schlägern gefunden und attackierte diese. Als die Stadtwache alarmiert wurde und sich näherte, verschwand Arcturus und bewegte sich zum Eingang der Kanalisation zurück. Durch die Stadtwache verängstigt versuchten die Genasischläger zu verschwinden und wurden fast alle durch den Magier getötet. Yolanthe konnte einen der Schläger überreden uns zu folgen und wir verschwanden durch die Kanalisation noch bevor die Stadtwache auftauchte.

Wir trafen Arcturus am Eingang der Tunnel und konnten uns gemeinsam ungesehen bis in den Stall des Gasthofs Zum Feuer retten. Dort ergatterte Arcturus durch seine Überredungskünste den Schlüssel des Gasthofes, besorgte unsere Sachen aus den Zimmern und der Schatten Drego half uns unauffällig noch in der selben Nacht aus der Stadt zu verschwinden.

Die Befragung des Wassergenaisschlägers namens Kalis ergab, dass er einen eher niedrigen Rang inne hatte, aber dennoch einen kleinen Trupp anführte und das Vertrauen der „Viper“ genoss.

Kalis erzählte uns, dass der Elf unter dem Namen „Schächter“ bekannt war und der Henker der „Viper“ sein solle. Er kämpft, seinen Worten nach, auf übernatürliche Weise, ist grausam und liebt es mit seinen Opfern zu spielen. Arcturus meinte bei der Befragung Kalis herausgehört zu haben, dass der Elf anscheinend bei einem „Meister“ gelernt habe und vermutet, dass er ein ehemaliger Bruder der Bewahrer sein könnte.

Die „Viper“, der gut gekleidete, dicke Zwerg mit Goldzähnen, den wir in Prashon gesehen haben, solle angeblich selbst einer der „Dreizehn Dolche“ sein und wäre somit einer der Anführer der Gruppe.

Die Führerschaft der „Dreizehn Dolche“, würde laut Kalis, eine Gestalt genannt „Kobra“ innehaben. Die rechte Hand der „Kobra“ wird „Natter“ genannt und zusammen sollen sie die meisten Geschäfte der „Dreizehn Dolche“ führen.

Gezeichnet Montigus I.B.O.A

Durch die Kanalisation entkommen:

  • „Viper“: Zwerg, gut gekleidet und gut genährt mit Goldzähnen, einer der Dreizehn Dolche
  • „Schächter“: Elf, leicht gepanzert, bewaffnet mit kurzem Speer, Henker der Viper, sehr gefährlich; kurz-geschorene blonde Haare, auffallende Narbe am Kinn
  • Unbekannt: Luftgenasi mit schwarzem kristallenen Auge
  • Unbekannt: Menschenmagier
  • Unbekannt: Humanoid, menschengroß, in Kapuzenmantel gehüllt, mit Säbel und Bogen bewaffnet

Gefangene:

  • Kalis: niederer Schläger der Viper in Prashon

Weitere Personen:

  • „Kobra“: Anführer der Dreizehn Dolche
  • „Natter“: Rechte Hand der Kobra
  • Drego: Feuergenasi, Schatten in Prashon
  • Ragus: Mensch, Schatten in Prashon

Namen unter Anführungszeichen sind wahrscheinlich Decknamen.

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