Monty

Eine kleine Gestalt kommt um die Ecke einer schmalen Gasse im Händlerviertel von Madara geschlurft, sie sieht etwas müde aus, aber trotz der offensichtlichen Müdigkeit, bewegt sie sich noch immer geschmeidig und mit Würde. Die Gestalt ist nur etwa einen Meter groß, hat schwarze wuschelige Haare, glatt rasiertes Gesicht und überaus spitze Ohren. Die braunen, intelligenten Augen blicken sich kurz um, als die Gestalt mit einem kurzen Ruck der linken Schulter das sonderbare kleine Schild an einem Lederriemen auf dem Rücken zurecht rückt. Die Finger der rechten Hand sind um einen Gehstock geschlungen, der an den Enden kupfern Schimmert. Die beschlagene Lederrüstung blitzt immer wieder kurz unter dem abgewetzten Reisemantel hervor und der volle Rucksack auf ihren Schultern ist übersät mit kleinen zusätzlichen Taschen und Ösen in denen und an denen Werkzeuge und unterschiedlichste Materialien hängen und verstaut sind. Die tiefe Sonne schimmert auf ihrem schwarzen, lockigen Haar und zeichnet einen scharfen Lichtstrahl in die Silhouette der Gasse. An der nähtest gelegenen offenen Schenke kehrt die Gestalt ein. „Bring mir bitte das kühlste Bier, das du finden kannst.“, sagt die Gestalt und wirft die letzte Goldmünze die sie noch besitzt auf den Tresen, über den sie kaum sehen kann. Die junge Schankdame ruft etwas nach hinten und kurz darauf, steht ein für einen Gnomen riesiger Holzkrug auf dem kleinen Tisch nahe der Theke. Im Bier schwimmen grob zerstoßene Eisstücke und die Gestalt taucht gierig die kleine spitze Nase hinein. Als die Gestalt den Krug absetzt und glücklich seufzt, ertönte eine dunkle, leicht rasselnde Stimme in der gemeinen Sprache: „Was macht ein Felsengnom so weit südlich bei uns in der Stadt des Wissens? Mein Name ist Kernsoh und wie heißt Ihr?“. Der Gnom sieht den Genasi urverwandt an und entgegnet trocken: „Montigus Ipdon Brilin Optimus Artificis, falls Ihr aber eure Zunge nicht verknotet wissen wollt, Monty ist genug.“

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